Short story in German, more following later.

Ein kurzer Bericht vom erfolgreichen non-stop trampen von Hörstel nach Glodeni (Moldawien). 7 Uhr Donnerstagmorgen in Hörstel los, Deutschland supereasy, mit Russen, Azerbaidschanen, Kasachen und Polen bis Krakow getrampt, war gegen 10 Uhr abends 15km vor Krakow. Dann nen dummen Anfängerfehler begangen und nen Lift genommen, der Typ meinte in bestem Deutsch er würde mich zur nächsten Tanke bringen, fährt dann aber nach Krakow rein. Geil. Es schifft wie aus Eimern, kein Verkehr, nada, null. Irgendwann dann an die Bushalte gestellt, es schifft immer noch wie Sau, und bis 1 Uhr ca. 3 Tanken weitergetrampt (uhm, 10 km vielleicht). Dann aber doch Glück, nach nem Nacht-Snack hält ein junger Typ und fährt bis Pilzno, hinter Tarnow. 150km oder so bis zur Ukraine. Nachts um 3. Ich laufe zur nächsten Bushalte, werde von allen vorbeifahrenden LKW durchnässt, aber um 4 hält Gott sei Dank Viktor, der denkt dass ich dank meiner Warnweste ne Panne hätte. Er fährt durch den ganzen Weg bis zur kurz vor die Moldawische Grenze. Glückstreffer! Jackpot!
Morgens um 7 (24 Stunden nach Abfahrt!) an der Ukrainischen Grenze, keine Probleme, er zahlt ordentlich damit er mit seinem Auto rein darf (Immerhin von 100 Euro “Strafe” auf 50 Euro und 20 US-Dollar runtergehandelt), wir fahren und fahren und sind um halb3 mittags in Cernivtsi oder so. Mindestens 5 mal hat uns die Polizia angehalten und wollte Geld, aber Viktor war nen Profi im Verarschen der Beamten und ist somit kostenfrei durchgekommen. Mir gefällt die Regel, dass man geblitzt wird mit 24 km/h zu schnell es eine Toleranz gibt von 20 km/h, er also “nur” 4 km/h zu schnell war
. Natürlich fängt es in Cernivtsi wieder an zu schiffen, ich trampe mit zig-kurz Lifts bis Novoselitsa und 20km vor die Grenze. Der Pruti oder wie der Fluss heisst läuft hier überall über, Hochwasser in der Ukraine, und ich stehe mit nem Verkehrspolizisten gemeinsam im strömenden Regen, er “bewacht” die Zufahrtsstrasse zu Rumänien die gesperrt ist, ich will nach Moldawien trampen. Vekehr, fehlanzeige. Ein Bild für die Götter.
Nach einiger Zeit kommt dann doch ein LKW vorbei der mich auch prompt mitnimmt. Durchnässt fährt er mich bis zur Grenze. Ich gehe rüber zum Ukrainischen Grenzpersonal, und dann meint das Arschloch (sorry!) von Polizisten doch glatt, ich hätte ein “Touristenvisum” (habe in dem Registrierungspapier “Tourist” angegeben und als Adresse irgendeine Fakeadresse in Cernivtsi die Viktor mir gab) und sollte also zurück nach Cernivtsi. Erklärungen sidn vergeblich, ich wollt ja nur “Transit” durch die Ukraine, dann hätte ich gefälligst auch Transit-Visa auf den scheiss Zettel schreiben sollen. “Njet Moldova”, ich dürfe nicht nach Moldawien, solle morgen wiederkommen. Hallo, gehts noch? Nach einigen Minutendiskutieren werde ich lauter, wir schreien uns gegenseitig an, ich tu so als ob ich kein Wort verstehe, nichts nützt, bis er mich in seine Kabine bittet, ich auf nem Klappstuhl platz nehmen muss und fragt wieviel Geld ich dabei hätte. Dummerweise hab ich meine 20 Euro nicht in der Tasche versteckt sondern im Portemonnaie, also freut er sich, zieht mir das Geld ab und meint ich dürfe jetzt rüber. Geil. Keinen Pfennig mehr dabei.
Nichtsdestrotrotz bekomm ich beim stempeln auf Moldawischer Seite direkt nen Lift bis Chisinau. Über übelste Holperstrasse fahren wir nach Riscani oder so, hier soll es angeblich ne Straße nach Glodeni geben.Ich laufe ein bis zwei Kilometer, und tatsächlich, vor mir tut sich ein endloser Weg aus Geröll und Matsche auf. Kurzschliessen mit einem alten Opa, der gerade seine Gänse “Gassi” führt, bestätigt dies. Schaut selbst und klickt auf das Foto oben. Nichtsdestrotrotz hielt irgendwann ein Auto an das nach Glodeni fuhr, und um halb9 Ortszeit (halb8 Deutschland) bin ich in Glodeni vor der Haustür von Babuschka angekommen. Ai ai ai.
Tags: Germany, hitchhiking, Moldova, Poland, Ukraine