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Quneitra (Golan Hoehen)

Mal wieder was von mir hier…

Nachdem ich mir am Sonntag beim Ministry of Interior eine “Erlaubnis” zum Besuch der Stadt Quneitra abgeholt hatte, gings dann Montag per Anhalter nach Quneitra. Irgendwie hatte ich aber die Strasse dorthin verfehlt, sodass ich erst ca. 30km suedlich Richtung Jordanien getrampt war, und nicht Richtung Suedwesten. Was solls, versuchte mich dann eben ueber die lokalen Doerfer, Schnellstrassen sind eh langweilig.

In Quneitra selbst gab es nicht viel zu bestaunen, die Stadt an sich ist zu 99% von den Israelis in den 70ern zerbomt worden. An sich interessant ist der Blick auf den Golan, der israelisch besetzt ist und endlich mal wieder extrem viel gruen zu zeigen hatte. Tolle Aussicht und so….

Die ganze Stadttour wurde ich munter von einem moppeligen Soldaten begleitet, der ausser “foto?” und “Police, no foto!” kein Wort Englisch konnte (ach, “Welcome to Syria” natuerlich auch). Brav achtete er darauf, dass ich auch ja nicht in irgendein Minenfeld latsche…war eigentlich ganz dufte, dass ich erst abends um halb5 dort ankam und ausser den UN-Soldaten kein Schwein in Quneitra anwesend war. Tolle Geisterstadt…

Als ich dann vom Armeeposten aus zuruecktrampen wollten, wurde mir mehrmals erzaehlt, ich duerfte nur mit dem Minibus nach Damascus fahren. Jaja, schon klar. Nach einigen Kilometern stand ich dann wieder an der Strasse, denn von kleinen, muffigen Minibussen hab ich in Damascus genug. Dummerweise gehoerte dass erste Auto den Typen vom Militaerposten, die mir in unverstaendlichem Arabisch wohl erklaeren wollten, auf meiner ”Permission” staende irgend etwas davon, dass ich nur per Bus auf gegebener Strecke reisen duerfe. Schon toll wenn der Fetzen Papier ausschliesslich in einer Schriftart geschrieben ist, von der ich rein gar nichts verstehe… 

Nach einigen sinnlosen Diskussionen und Schimpfwoertern (Eigentor!) meinerseits wurde ich dann von den Typen in den naechstbesten Minibus gezwungen, der mich dann zurueck nach Damascus brachte…

Hochzeit

Gestern gings mir dann zum ersten mal kotzuebel, irgendwas hatte ich wohl falsch gegessen, jedenfalls verbrachte ich den gesamten Mittwochmorgen ueber der Schuessel….

Nachmittags ging es dann zu einer Hochzeit irgendeines Verwandten von Omar, den er aber persoenlich nicht kannte. Hochzeiten hier spielen sich aber kurioserweise etwas anders ab als bei uns. Eingeladen wird eigentlich nur die Familie, zumindest der maennliche Teil. Dieser bezug sich hier schon auf circa 200-250 Maenner, die in einem Freiluftsaal sassen, eine Nargile nach der anderen rauchten und dann irgendwann anfingen gemeinsam zu tanzen. Spannend! Immerhin dass Buffet war lecker, auch wenn ich den Grossteil spaeter fast wieder erbrochen hab…

Auf die Frage wo die Frauen seien, wurde mir mit “Keine Ahnung, die feiern woanders” geantwortet…

Aufgrund meiner Magenverstimmung von gestern starte ich erst morgen mit dem Rueckweg. Erste Station morgen ist Aleppo, Sonntag gehts dann irgendwo Richtung Tuerkei. Mal sehen wie lange der Rueckweg von Damascus bis Hoerstel dauert, geplant ist der 17. August….

~ by platschi on 31 July, 2008.

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