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Vom Rakia, Tee und tuerkischen Truckern

Moin,

nach anderthalb Wochen sind wir endlich in ?stanbul angekommen.

Nachdem wir in Veliko Tarnovo angekommen waren ging es am naechsten mittag direkt weiter nach Pavlikeni zu Miro’s Elternhaus, wo wir eigentlich auf Jambo treffen wollten, der aber irgendwie verhindert war. Zu erwaehnen waere dass wir auch zu dritt in Bulgarien innerhalb weniger Minuten einen Lift bekommen haben. In Deutschland kaum vorzustellen…

Am Abend gab es dann ein ueppiges Essen mit der Familie, und nach reichlichem Rakiah gab es dann erste Tanzstunden auf bulgarisch fuer mich. Aiaiai….

Zum Abschied gab es dann von Miro’s Vater eine Flasche “very good selfmade special Rakia” fuer mich, der laut eigenen Worten uhlililii ganz schoen stark sein soll. Dieser wird auf dem Rueckweg abgeholt, sprich im August darf ich noch einmal halt in Pavlikeni machen.

Gestern ging es dann von Veliko Tarnovo auf nach Istanbul, was uns kaum weniger als 14 Stunden gekostet hat. Schuld daran sind aber nicht nicht-vorhandene Wartezeiten, sondern eher die Tatsache dass wir nach Stara Zagora irgendwie nicht die Hauptverkehrsroute nach Svelingrad genommen haben, sondern querfeldein ueber kleine Doerfer getrampt sind. Bulgarien ist was das betrefft immer noch das tollste Land, dass ich bisher bereist hab. Tolle Menschen, noch bessere Autos und sowieso alles top. An die Hitze habe ich mich auch schon gewoehnt, anders als Pernille, die wohl irgendetwas falsches gegessen hat und den ganzen Tag nur am kotzen ist. Selbst Schuld wenn man sich nur vom Gruenzeug ernaehrt.

Kurz vor der Grenze hatten wir dann einen direktlift bis in die Tuerkei, und der Trucker - Ali, wie auch sonst - fuhr sogar bis Adana, kurz vor Syrien. Leider musste er nach dem Grenzuebergang wieder rueber, da wohl irgendetwas vergessen wurde. So ein Mist, also standen wir nun mitten auf der Autobahn.

Aber was in der Heimat mal wieder unvorstellbar waere, ist in der Tuerkei wohl absolut kein Problem. An die Strasse, Daumen raus, und innerhalb von 5 Minuten stoppten auch 3 LKW, wovon die ersten beiden mir nicht ganz koscher vorkamen und wir schlussendlich beim 3. mitgefahren sind. Ziel: Istanbul. Es war mittlerweile 18 Uhr, und wie es sich fuer echte tuerkische Trucker gehoert braucht man fuer die 200 km bis Istanbul natuerlich mindestens 5 Stunden, wovon 3/4 der Zeit mit Tee trinken verbracht wurde. Dauernde Einladungen auf ein Glas Tee von Mustafa, der kein Wort Deutsch sprach, folgten. Irgendwann kam dann sein Kollege Eydin (?), der perfektes Deutsch sprach. Nach wiederrum 3-4 Teerunden konnte dieser uns bis Istanbul bringen, musste aber erst seine Ladung Sand kurz vor der Grossstadt abliefern. Kein Thema, lustige Fahrt, Tee, Tee und nochmals Tee, zweimal Truck wechseln ging es dann endlich rein nach Istanbul.

Es war mittlerweile auch schon 23 Uhr, aber freundlich wie er war hat er uns sogar quer durch die Metropole nach Taksim gefahren, wo wir dann unsere Uebernachtungsmoeglichkeit trafen. Wunderbar. Sogar Handynummer wurde getauscht, fuer den Fall dass wir mal im asiatischen Teil der Stadt stecken bleiben wuerden. Coole Jungs.

Mehr will ich hier jetzt auch nicht niederschreiben, soweit es aussieht bleibe ich heute noch in Istanbul und werde mich morgen dann endlich alleine auf den Weg gen Nahen Osten machen. Eigentlich beginnt der spannende, interessante Teil der Reise erst jetzt, bisher habe ich was das betrifft noch ueberhaupt keine Ahnung wo es hingeht (grob: Adana, dann Syrien) und wo ich ueber Nacht bleiben kann. Hoffe die Haengematte kommt dann auch endlich mal zum Einsatz, und ansonsten….we’ll see.

Koennte also sein dass ich ein paar Tage nicht von mir hoeren lasse.

Reinhaun, Ralf

~ by platschi on 6 July, 2008.

2 Responses to “Vom Rakia, Tee und tuerkischen Truckern”

  1. It would be lovely if you would write in English, my German being really bad, so I have to use Google Translate. Nevertheless, good luck with everything.
    Vlad

  2. hoi, ich bins, der typ, der in serbien sein pass verloren. wenn ich das so lese, würde ich am liebsten nachkommen. wünsch dir auf jeden fall noch alles gute für die weiterreise, wenn aufm rückweg durch dresden kommst, komm mal auf nen bier vorbei. würd mich freuen. grüße

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